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 Arberg - KHummel - Knobloch

 Der Holocaust gehört zu den dunkelsten Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Insofern erlaubt die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts keinerlei Relativierung. Wenn jedoch die Rationalität der Urteile als oberstes Ziel politischer Bildung angesehen wird, sind detailgetreue Differenzierungen unverzichtbar. Mit der Aufschrift „Mut, Menschlichkeit und Gottvertrauen gab es auch in barbarischer Zeit“ bemüht sich eine am 16. Oktober 2016 in der St. Blasius-Kirche in Arberg enthüllte Gedenktafel um diese Differenzierung. Sie weist darauf hin, dass die katholische Bauersfrau Kreszentia Hummel und der damalige Ortspfarrer Josef Scheiber ein hohes persönliches Risiko eingegangen sind, um ein jüdisches Mädchen vor der Verfolgung der Nazis zu schützen. Dieses Mädchen ist die heutige Präsidentin der Jüdischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern Charlotte Knobloch. Das hierauf bezogene Projekt einer Regionalisierung der Menschenrechtsbildung widmet sich der Entwicklung eines Konzepts historisch-politischen Lernens für die Marktgemeinde Arberg. Nähere Informationen können den Interview-Beiträgen von Radio 8 und den Nürnberger Nachrichten entnommen werden.

 Julius Tress

 

 

 

 

 

Der FAU-Student Julius Tress zeigt auf den Namen von Kreszentia Hummel in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem